Der Wald als Lebensraum und Ökosystem

Der Wald ist ein komplexes Ökosystem mit Erzeugern ,Verbrauchern und Zersetzern. Ihr ausgewogenes Verhältnis zueinander ist die Grundlage für die Stabilität des Waldes. Für die hervorragende Wasserqualität in Österreich ist der Waldreichtum ein wichtiger Faktor. Etwa ein Drittel der Erdoberfläche ist von Wald bedeckt.

Als Jäger liegt uns der Wald als Lebensraum besonders am Herzen. Auch wenn es oft den Zwischspalt zwischen Holzwirtschaft und Jagdwirtschaft gibt, so ist uns allen doch ein gesunder Wald das größte Anliegen.

 

Bäume gehören zu den größten Pflanzen auf der Erde. Sie können auch älter werden als alle anderen Lebewesen. An einem warmen Frühlingstag nimmt ein großer Baum über 1000 Liter Wasser aus dem Erdreich auf und gibt dieses wieder an die Luft ab. Etwa ein Drittel der Erdoberfläche ist von Wald bedeckt.

Der Wald ist aber mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen verschiedener Größe. In Waldgebieten entsteht ein eigenes Klima und ein besonderer Waldboden, in dem pflanzliche Abfälle verrotten. Grundsätzlich ist in einem Waldgebiet die Luftfeuchtigkeit höher als in dem umgebenden Freiland. Im Wald wird der Sauerstoff gebildet, den Menschen und Tiere zum Atmen benötigen. Besonders wichtig sind die Bäume auch für die Reinhaltung der Luft. Die Blätter und Nadeln der Bäume filtern den Feinstaub aus der Luft und geben ihn mit dem Regen in den Waldboden ab. Ein Hektar Buchenwald bindet in einem Jahr etwa 50 Tonnen Staub. Bedauerlicherweise ist es aber so, dass diese Feinstäube chemische Verbindungen aus Industrieabgasen enthalten und somit den Waldboden mit aggressiven Säuren belasten. Dies zerstört die Wurzeln und damit die Lebensgrundlage der Bäume.

n unseren Wäldern leben sehr viele Tierarten: 5200 Insektenarten, 350 Einzeller, 380 Wurmarten, 70 Landschnecken und 560 räuberisch lebende Spinnentiere. Dazu kommen noch Asseln, Tausendfüßer und Landwirbeltiere. Sie gehören allesamt zum Ökosystem Wald und haben jeweils eigene Aufgaben. Vogelarten wie der Eichelhäher oder die Drossel sorgen als Früchtefresser für die Verbreitung der Baumsamen und leisten Botendienste bei der Erschließung neuer Lebensräume. Die vielen Kleinlebewesen am Waldboden zersetzen die abfallenden Blätter und Hölzer. Der Wald vernetzt mit seinen Tieren auch die umliegenden waldfreien Lebensräume. Der Bussard etwa wohnt und brütet im Wald - auf den freien Wiesenflächen fängt er die Mäuse. Die Hummeln bauen am Waldrand ihre Nester und streifen aber bei ihren Sammelflügen weit in der Landschaft umher. So vernetzt der Wald mit seinen Tieren die umliegenden Landschaften.

Die Fichte ist einer der wichtigsten heimischen Nadelbäume

Die Eiche dient als Futter vieler Waldbewohner