Laufhunde

Laufhund ist die Bezeichnung für einen Jagdhund, der Wild über weite Strecken verfolgt. Laufhunde haben einen guten Geruchssinn und können einer Fährte folgen. Sie wurden unter anderem bei Parforcejagden und Schleppjagden eingesetzt, weshalb der Begriff Parforcehund auch synonym verwendet wurde. Laufhunde werden meist als Meute eingesetzt: als Gruppe von Hunden, die gemeinsam jagt. In Georg Ludwig Hartigs Lehrbuch für Jäger und die es werden wollen (1812) heißt es dazu:

"Parforce-Hunde dienen dazu, in zahlreicher Gesellschaft, die man Meute nennt, einen Hirsch, eine Sau oder sonst ein Stück Wild so lange zu verfolgen, bis es so ermattet ist, daß man es vor den Hunden todtschießen oder abfangen kann."

Bereits im 9. Jahrhundert wurden Jagdhundrassen differenziert für verschiedene Verwendungen unterschieden. Darunter waren mittelgroße meutejagende Laufhunde, die von den ganz großen Hetzhunden unterschieden wurden.

Bracken sind den Laufhunden sehr ähnlich und werden oft zu ihnen gezählt.

Der Begriff Laufhund wird bis heute in der Systematik von Hunderassen verwendet. Die Fédération Cynologique Internationale führt ihn in ihrer Systematik Laufhunde in der Gruppe 6, Sektion 1, wobei diese Rassen nach der Größe nochmals in drei Untersektionen eingeteilt werden.

Sektion 1.1: Große Laufhunde

Sektion 1.2: Mittelgroße Laufhunde

Sektion 1.3: Kleine Laufhunde

Brandlbracke

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Steirische Rauhaarbracke

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Tiroler Bracke

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Weitere Bracken

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