Riegeljagd

Drückjagd bedeutet, dass in der Regel mehrere Jäger, wenige Treiber und mehrere oder gar keine frei stöbernden Jagdhunde teilnehmen und die Jagd dem Schalenwild und oft auch zusätzlich dem Rotfuchs gilt. Durch die Treiber wird das Wild in den Einständen mobil gemacht und kommt den an den Wechseln abgestellten Jägern meist relativ langsam nahe. Dadurch kann das Wild in der Regel gut angesprochen werden und gemäß den Vorgaben des Jagdleiters, tierschutzgerecht erlegt werden. Im Gebirge wird die Drückjagd oft als Riegeljagd durchgeführt.

Ziel der Drückjagd ist, durch nur wenige Störungen im Jahr den vorgeschriebenen Schalenwildabschuss zu gewährleisten, dem Wild dauernde Störungen zu ersparen und den Wald vor Verbiss zu schützen. Die Drückjagd sollte nicht mit der Treibjagd verwechselt werden. Bei einer Treibjagd wird, meist im Feld und im Gegensatz zur Drückjagd, auf Niederwild gejagt, wobei dort eine größere Anzahl von Treibern eingesetzt wird. Auch unterscheiden sich diese Jagdarten dadurch, dass bei der Drückjagd vornehmlich mit Büchsen und bei der Treibjagd fast ausschließlich mit Flinten gejagt wird.

Drückjagden finden im Winterhalbjahr und nur bei Tageslicht statt. Die Anzahl der Treiber und Hunde richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. So soll sichergestellt werden, dass im Verlauf der meist zweistündigen Jagd alle Dickungen auf der bejagten Waldfläche von Hunden durchstöbert werden. Aus hygienischen Gründen wird bei längeren Zeiten eine Aufbrechpause gemacht.

 

Besonderen Fokus legt der Purkersdorfer Jagdklub auf Jagdsicherheit - besonders bei Drück und Riegeljagden

"Die breite Öffentlichkeit beobachtet heute den Besitz, das Verwahren und das Verwenden von Schusswaffen bei allen Personengruppen mit kritischem Blick, auch bei den Jägerinnen und Jägern. Der sichere und unfallfreie Umgang mit der Jagdwaffe ist daher ein Bereich, der keinerlei Spielräume oder „Augenzwinkern“ zulässt. Hier geht es immer um unsere Glaubwürdigkeit als verlässliche und fachkundige Personen – und natürlich auch um unsere Gesundheit. Besonders bei Treibjagden und Riegeljagden, kurz bei jeder Gesellschaftsjagd, ist diesem Aspekt der „Sicherheit im Jagdbetrieb“ höchste Aufmerksamkeit zu schenken."

(ÖkR Dr. Christian Konrad)

 

Signalfarbe stört das Wild nicht


   

Sicherheitsbekleidung

Sicherheitsbekleidung macht Jäger nicht zu bunten Clowns! 
Sicherheitsbekleidung bei der Jagd ist ein aktiver Beitrag zur Verhütung von Jagdunfällen.

SICHERHEITSBÄNDER für Jäger

Orange Sicherheitsbänder am Jagdhut oder auf der Kopfbedeckung (Kappe, Mütze, Pelzhaube) kennzeichnen durch ihre Signalfarbe zweifels frei einen Teilnehmer einer Jagd.

SIGNALJACKEN für Treiber und Schützen

Orange Signaljacken im Trieb kennzeichnen Teilnehmer einer Jagd, die sich „im Trieb“ befinden.

SIGNALHALSBÄNDER für Jagdhunde

Der jagdliche Fachhandel, Waffenfachhändler und Büchsenmacher sowie der Huthandel bieten verschiedenste Arten der Sicherheitsbekleidung an.

Regelungen im Purkersdorfer Jagdklub:

Vor und während Klubjagden (Schnepfenstrich, Ansitzjagden etc...) gilt außnahmslos Alkoholverbot! Weiters ist bei Gesellschaftsjagden des Purkersdorfer Jagdklubs Warnkleidung (Hutband allein ist zu wenig!) zu tragen! 
Verstoße werden mit dem Ausschluss bei der betreffenden Jagd geahndet.


Ansagen vor der Jagd

Der Jagdleiter hat die Teilnehmer der Jagd über den genauen Ablauf der Triebe und über die freigegebenen Wildarten zu informieren. Er muss alle organisatorischen Details vor der Jagd „ansagen“.

„Anblasen des Triebs“

Sind die Schützen und Treiber ausgeschickt bzw. angestellt, erklingt das Signal – der Trieb beginnt!

„Abblasen des Triebs / Aufhören zu schießen“

Alle Schützen werden aufgefordert, die Waffen zu brechen und zu entladen. Ab diesem Zeitpunkt darf Wild keinesfalls mehr beschossen werden.


„Alle Personen, die Anordnungen und Sicherheitsregeln nicht befolgen, werden von der Jagd 
sofort ausgeschlossen!“

Regeln für jeden Teilnehmer an einer Gesellschaftsjagd

 

Den Anordnungen des Jagdleiters ist unbedingt Folge zu leisten! (Wildarten, Signale, Sicherheitsvorkehrungen!) 

Die Jagdkarte ist während der Jagd mitzuführen! 

Vorsicht bei aufkommendem Nebel, Schneefall oder Schneetreiben, bei gefrorenem Boden, felsigem Untergrund, beim Schuss in Richtung von Wasseroberflächen, bei Jagden in Weingärten oder bei ungewöhnlichem Gelände! (Gellergefahr!) 

Verwende nur funktionssichere Schusswaffen, die den Bestimmungen des Waffengesetzes entsprechen und nach dem Jagdgesetz für jagdliche Zwecke zugelassen sind! 

Schaue vor dem Laden durch den Lauf! Fremdkörper können eine Laufsprengung verursachen! 

Lade und entlade mit nach unten und auf geeigneten Kugelfang gerichteten Läufen! 

Überprüfe nach einem Sturz die Waffe sofort! 

Die Waffe bleibt nur solange geladen, wie unbedingt notwendig bzw. wie vom Jagdleiter angeordnet! 

Trage die Waffe sonst gebrochen bzw. mit geöffnetem Verschluss! 

Entsichere nur unmittelbar vor Schussabgabe! 

Gib einen Schuss nur nach genauem Ansprechen des Wildes ab! Kein Büchsenschuss ohne Kugelfang! (Gefährdungsbereich über 5.000 m) 

Beachte den Gefährdungsbereich beim Schrotschuss und beim Flintenlaufgeschoß! (bis 1.800 m)

Mache dir nach dem Erreichen des zugewiesenen Standplatzes ein Bild von Kugelfang und möglichen Schussrichtungen (beachte Markierungen, die jene Richtungen anzeigen, in die kein Schuss abgegeben werden darf)! 

Nimm Kontakt mit den Nachbarschützen auf! Jede Art von Linieren ist untersagt.

Achte beim Schuss in den Trieb auf Treiber, Jagdgehilfen und Jagdhunde! 

Entlade deine Waffe beim Durchqueren einer Dickung oder bei der Überwindung größerer Hindernisse! 

Gehe nach dem Trieb – je nach Anordnung des Jagdleiters – entweder zu einem Sammelplatz oder warte, bis du abgeholt wirst! 

Wirke bei Jagdstörungen an der Beweissicherung mit! Verlasse den Stand nie auf eigene Faust!

 Bitte beachte diese Regel für unfallfreies "Weidmannsheil" !